Das sind 7 Cafés zum Arbeiten und Lernen in Berlin, in denen ich im Oktober 2026 selbst gesessen habe, mit WLAN Messung. Schnellstes WLAN: ama Café (344 Mbit/s). Bester Ort für einen ganzen Arbeitstag: St. Oberholz. Am längsten geöffnet: Nomad Day Bar (bis 22 Uhr). Eine Sache vorweg: Viele Cafés in Mitte erlauben Laptops am Wochenende nicht.
Ich war wegen der FlutterCon in Berlin (gute Konferenz übrigens) und habe die freien Stunden genutzt, um Cafés zu testen. Berlin hat an jeder Ecke ein Café, aber wie in jeder Großstadt gilt: Nicht jedes eignet sich zum Arbeiten, und am Wochenende wird es schwer, einen Platz mit Steckdose zu finden. Ich weiß, am Wochenende sollte man eigentlich Pause machen. Aber ich arbeite nun mal gern im Café. 😀
Das ist meine persönliche Meinung. Wenn ein Café nicht dein Stil ist, ist das okay. Genau deshalb gibt es die Twork Community: um Cafés weltweit zu teilen. Trag deine Favoriten gern ein.
Quick overview
| Café | Steckdosen | WiFi ↓/↑ | Lautstärke | Bewertung | Ø Aufenthalt |
|---|---|---|---|---|---|
| Blumental | 4 / 2 Mbit/s | Mittel | 1 h 30 min | ||
| Café am Engelbecken | 62 / 15 Mbit/s | Mittel | 44 min | ||
| Pure Origins Estate Coffee | 336 / 131 Mbit/s | Mittel | 1 h 43 min | ||
| ama Café | 344 / 25 Mbit/s | Laut | 43 min | ||
| Café Brecht | 188 / 38 Mbit/s | Mittel | 50 min | ||
| St. Oberholz | 45 / 64 Mbit/s | Eher ruhig | 1 h 47 min | ||
| Nomad Day Bar | 194 / 170 Mbit/s | Ruhig | – |
Mitte / Kreuzberg
Blumental: echter Coworking Raum, nur werktags
- WLAN
- 4 / 2 Mbit/s
- Ø Aufenthalt
- 1 Std. 30 Min.
- Ø Ausgaben
- 12 €
Blumental hat mir eine Freundin empfohlen, und es ist das bequemste Cafe, an dem ich jemals war. Vorne stehen ausschließlich tiefe, weiche Sessel zum Quatschen, Essen und Abhängen. Die Sitze sind so bequem, dass man richtig einschläft.
Der eigentliche Coworking Bereich ist deutlich kleiner, aber auch dort gibt es weiche Sitze und Tische mit Steckdosen. Personal und Stammgäste sind freundlich auf eine Art, die sich nach Community anfühlt. Stranges Detail: Die Urinale haben ein eingebautes Waschbecken, man wäscht sich die Hände mit dem Wasser, das danach spült.
Ältere Guides nennen für den Coworking Raum noch Mo – Do 9-18 Uhr; die eigene Website sagt inzwischen Mo-Fr 10-17 Uhr. Also pünktlich kommen und am Wochenende gar nicht erst versuchen.
Café am Engelbecken: Blick aufs Wasser, strenge Zeiten
- WLAN
- 62 / 15 Mbit/s
- Ø Aufenthalt
- 44 Min.
- Ø Ausgaben
- 5 €
Das schönste Cafe auf dieser Liste: Du sitzt direkt am Engelbecken, gegenüber die St.-Michael-Kirche. Etwas teurer als die anderen, und das Publikum ist eher die Nachbarschaft als die typischen Startup Leute. Das macht es ruhig und gut zum Schreiben. Die Regel steht auf der Website: Laptops werktags bis 18 Uhr. Blumental ist drei Minuten zu Fuß entfernt, die beiden decken sich also gegenseitig ab, wenn eins voll ist.
Mitte: Friedrichstraße und Unter den Linden
Pure Origins Estate Coffee: unter der S-Bahn
- WLAN
- 336 / 131 Mbit/s
- Ø Aufenthalt
- 1 Std. 43 Min.
- Ø Ausgaben
- 8,10 €
Pure Origins sitzt in einem der Backsteinbögen unter der Stadtbahn, und trotzdem ist es ein offener, gemütlicher Raum statt eines Tunnels. Die Kuchentheke ist groß, das WLAN das schnellste, das ich in Berlin gemessen habe, und die Sitze halten ein paar Stunden aus.
Gegenüber liegt das Grimm Zentrum der Humboldt Uni, mittags also viele Studierende, wer hier lernen will, ist in guter Gesellschaft. Wenn dir nichts ausmacht, dass es ab und zu etwas ruckelt durch die S-Bahn, dann kann ich dir Pure Origin sehr empfehlen.
ama Café: gutes Essen und Steckdosen am Fenster
- WLAN
- 344 / 25 Mbit/s
- Ø Aufenthalt
- 43 Min.
- Ø Ausgaben
- 16 €
Ama ist ein Café, wenn du richtig essen wills, und nicht nur snacken. Das Essen ist gut (Bagels, Frühstücksteller, Flammkuchen, Pizza, Salate), und es liegt in einer ruhigen Seitenstraße. Ich war leider zum Sonntagsbrunch da, und es war voll, daher schau, dass du eher unter der Woche hierher kommst. An den Fensterplätzen gibt es Steckdosen, daher sind das die guten Laptop Plätze.
Café Brecht: neu, hell, am Berliner Ensemble
- WLAN
- 188 / 38 Mbit/s
- Ø Aufenthalt
- 50 Min.
- Ø Ausgaben
- 6,80 €
Café Brecht hat 2026 direkt neben dem Berliner Ensemble eröffnet, ein paar Schritte von der Spree, und noch hat niemand darüber geschrieben. Es ist hell, modern und noch ruhig, weil die Massen von der Friedrichstraße es nicht gefunden haben. Schnelles WLAN, überall Steckdosen, und die Zimtschnecken sind echt. Auf der eigenen Website steht „bleib, so lange du willst“ – und das meinen sie so. Das ist das Café, das ich einem Freund als Erstes empfehlen würde.
Mitte: Rosenthaler Platz und Scheunenviertel
St. Oberholz: das orginale coworking café
- WLAN
- 45 / 64 Mbit/s
- Ø Aufenthalt
- 1 Std. 47 Min.
- Ø Ausgaben
- 8,90 €
Das St. Oberholz nennt sich das erste Coworking-Café der Welt (gegründet 2005) und funktioniert bis heute so: zwei Etagen, Steckdosen an jedem Tisch, niemand schaut dich schief an, wenn du den ganzen Nachmittag bleibst. Oben ist es überraschend ruhig, obwohl der Rosenthaler Platz direkt vor der Tür liegt. Das Essen ist einfach, der Kaffee gut. Wenn du nur einen Tag in Berlin hast und wirklich etwas schaffen musst: hierher.
City West / Charlottenburg
Nomad Day Bar: Hotel Lobby mit Blick auf den Zoo
- WLAN
- 194 / 170 Mbit/s
Der einzige Ort auf der Liste, der kein Café ist: die Day Bar im dritten Stock des 25hours Hotels, direkt am Zoo. Du sitzt an einem langen Gemeinschaftstisch mit Blick über den Zoologischen Garten, das WLAN ist Hotel-Niveau (der schnellste Upload, den ich in Berlin gemessen habe), und an jedem Platz gibt es eine Steckdose. Es ist leise genug für Calls, täglich bis 22 Uhr geöffnet, und Laptops stören niemanden – dafür ist der Raum da. Wer im Westen der Stadt ist, geht hierhin.
Mehr Cafés zum Arbeiten und Coworking Cafés in Berlin aus der Twork-Community
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